Geschichten
Drei Steine am Wegrand.
Keine Ratgeber. Keine Frameworks.
Nur was passiert ist.
Ich war fünfzehn. Ich fuhr mit meinem Motorrad durch ein Dorf und hörte einen Helikopter. Ich war neugierig, fuhr um die Ecke — und sah ihn.
Einen toten Jungen.
Er lag einfach da. Kein Blut. Keine dramatische Szene. Nur Stille.
Ich wusste nicht, wie lange ich dastand. Ich konnte nichts sagen. Ich konnte nicht weinen.
Aber als ich später zu meinen Freunden zurückfuhr, brach ich zusammen. Ich fiel auf den Boden und weinte eine Stunde lang.
Dreißig Jahre später fragte mich ein Coach: Warum hast du Angst, deinen toten Vater zu sehen? Und ich verstand: Nicht der Tod machte mir Angst. Sondern die Sprachlosigkeit.
An diesem Morgen saß ich in einem Büro in Philadelphia. Wir bereiteten eine Übernahme vor. Ich war vom Vorstand persönlich entsandt worden.
Ein Kollege kam ins Zimmer. Ein Flugzeug ist ins World Trade Center gestürzt.
Zunächst dachten wir an einen Unfall. Minuten später die zweite Nachricht.
In diesen Minuten stellte ich mir die Frage:
Was mache ich hier eigentlich?
Aus drei Monaten Sabbatical wurden zweieinhalb Jahre Weltreise.
Australien. Fidschi. Asien. Südamerika. Ich entdeckte, wie viel Menschen verbindet: Der Wunsch nach Frieden, Sicherheit, Würde.
In Nepal erwischte mich Typhus. Ich lag monatelang im Krankenhaus. Hohes Fieber. Starke Schmerzen. Lungen- und Bauchfellentzündung.
Ein Arzt sagte: Jetzt muss Ihr Körper sich selbst retten.
In dieser Nacht hatte ich eine Erfahrung die ich nicht erklären kann. Ich sah meinen Körper von außen.
Und ich erkannte:
Da ist etwas in mir,
das unzerstörbar ist.
Kristallklar. Schmerzfrei. Lebendig.
Ich habe Transformation nicht gelernt. Ich bin sie gegangen.
Was dahinter liegt
Kintsugi
HANERO ist ein Gefäß.
Gefäße zerbrechen. Das ist nicht das Ende. In Japan repariert man mit Gold in den Rissen.
Das Gefäß wird nicht wieder wie neu. Es wird mehr.
HANERO geht nicht zu Führungskräften und sagt: Ich mache Sie wieder heil.
HANERO sagt: Zeigen Sie mir die Risse. Dann arbeiten wir mit dem Gold.
Der Tanz
Führung ist keine Eigenschaft von Personen. Sie ist eine Funktion — die entsteht wo sie gebraucht wird.
Mal führt der eine. Mal der andere. Mal ist unklar wer führt.
Das ist kein Fehler. Das ist Führung.
Wer nur führen kann, tanzt allein. Wer nur folgen kann, tanzt nicht — er wird bewegt.
Der Tanz entsteht im Dazwischen.
Ein Satz
„Es ist kein Problem erleuchtet zu werden.
Die Schwierigkeit ist, dahin immer wieder zurückzukehren."
— Heiko Römhild
Das ist warum es Tragwerk heißt. Nicht der Blitz. Der Rückweg.
Das sind keine Ratschläge.
Das sind Steine am Wegrand.
Heb auf, was dich anspricht. Lass liegen, was nicht passt.
„Die Wunde ist der Ort, wo das Licht eintritt.“
Rumi
HANERO Klartext. Impulse für Führung unter Druck.
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